
Wie man den Ofen in Sekundenschnelle auf 300°C bringt
Die meisten Konvektionsöfen arbeiten sehr langsam. Man schaltet den Ofen ein, holt sich einen Kaffee, prüft vielleicht seine E-Mails – und erst danach sieht man nach, ob der Ofen endlich die gewünschte Temperatur erreicht hat. Das liegt daran, dass diese Öfen dazu neigen, zuerst die Luft zu erhitzen. Doch Luft ist ein schlechter Wärmeträger.
Wenn man die Temperatur fast sofort auf 300°C bringen möchte, muss man auf die Erwärmung der Luft verzichten. Stattdessen werden kurzwellige Infrarot-Elemente verwendet. Damit wird die Wärme direkt auf das zu erwärmende Objekt abgegeben – ohne dass ein Zwischenmedium erforderlich ist.
Warum das funktioniert
In diesen Elementen befindet sich ein Wolframdraht, der in hochreinem Quarz eingewickelt ist. Im Gegensatz zu den dicken Heizdrähten, die lange Zeit zum Aufwärmen benötigen, haben diese Drahtelemente praktisch keine thermische Masse. Sie müssen sich nicht erst mit Wärme „füllen“. Sobald die Stromversorgung eingeschaltet wird, leuchten sie weißglühend. So kann man von Raumtemperatur direkt auf 300°C gelangen – ohne den lästigen 15-minütigen Voraufheizvorgang. Das spart viel Zeit.
Die technischen Details
Der Quarz dient nicht nur zur Dekoration. Er verhindert, dass der Wolframdraht ausbrennt, während gleichzeitig die Infrarotstrahlen ungehindert hindurchgelassen werden.
Wenn man diese Elemente in eine bestehende Anlage einbauen will, verwendet man in der Regel R7- oder Sk15-Anschlüsse. Diese sind standardmäßig und passen meist problemlos in die meisten industriellen Anlagen.
Ein praktischer Tipp: Achten Sie auf den Spannungsabfall. Wenn Sie Hochleistungsgeräte mit langen Kabeln verwenden, sollten diese ausreichend dick sein. Sonst können die Anschlüsse überhitzen, weil die Kabel den Stromfluss nicht bewältigen können.
Die Nachteile – und wie man sie behebt
Eine solche Geschwindigkeit hat allerdings einen Nachteil: Die Wärme ist extrem konzentriert. Da so viel Energie in einem kleinen Bereich freigesetzt wird, kann es leicht dazu kommen, dass die Oberfläche des zu erwärmenden Objekts verbrennt.
Um das zu verhindern, benötigt man einen starken Lufterhitzer, der die Luft zirkulieren lässt und so die Wärme verteilt. Andernfalls entstehen unerwünschte Hotspots.
Außerdem sollte das Steuerboard über einen schnellen PID-Zyklus verfügen. Ohne diesen kann der Ofen bereits vor dem Einschalten auf eine Temperatur über 300°C steigen.